Mögliche Wege in den Bereich Steuern Ausbildung vs Studium

Die Möglichkeiten im Bereich Steuern Fuß zu fassen sind sehr vielfältig. Oftmals begegnen einem die klassische Ausbildung zur/ zum Steuerfachangestellten oder das dualen Studiums mit Fachrichtung Steuern und Prüfwesen. Welche Möglichkeit „besser“ scheint, hängt natürlich ganz von der Person selbst ab. In unserer Kanzlei bieten wir beide Ausbildungsmöglichkeiten an. Warum man sich für die eine bzw. die andere Variante entschieden hat, möchten wir gern durch ein paar Fragen an den Auszubildenden Justin Fischer sowie an die Werkstudentin Julia Prill näher beleuchten:

Warum hast du dich für deinen Weg entschieden?

JF: Mir ist die tägliche praktische Arbeit sehr wichtig. In der Ausbildung hat man die Möglichkeit die Theorie sehr praxisnah zu erlernen und dann schließlich auch umzusetzen. Die Ausbildung bietet einfach eine gute berufliche Grundlage auf der man danach durch Fortbildungen aufbauen kann.

JP: Für mich stand schon früh fest, dass ich später in dem Bereich Steuern arbeiten möchte. Nach dem Abitur erwarten viele ein klassisches Studium, jedoch wollte ich nicht nur ausschließlich Theorie lernen. Das Konzept des dualen Studiums hat mir sehr gefallen, da hier die Vorzüge aus Theorie und Praxis kombiniert werden.

Was ist für dich der Vorteil an deinem Weg?

JF: Wie schon oben genannt: die praktische Arbeit. Das Schöne ist, dass man in die täglichen Arbeitsabläufe integriert wird. Dies führt dazu, dass einem immer mehr Vertrauen und Verantwortungsvollere Aufgaben übertragen werden.

JP: Die Möglichkeiten nach dem dualen Studium sind sehr vielfältig. Unabhängig von der individuellen Vertiefungsrichtung hat man zusätzlich ein abgeschlossenes BWL – Studium, mit dem man in vielerlei unterschiedlichen Branchen tätig werden kann. Zu dem sind dual Studierende attraktiver für Arbeitgeber, da sie nicht nur die Theorie lernen, sondern bereits Praxiserfahrungen während des Studiums sammeln konnten.

Welche Schwierigkeiten unterschätzen Schulabgänger am Studium/ an der Ausbildung?

JF: Ich denke es ist das Lesen, Verstehen und Anwenden von Gesetzen. Jedoch auch der Fleiß und das Interesse am Thema Steuern. Es wird zwar gesehen, dass die Möglichkeiten nach der Ausbildung gut sind um sich weiter zu entwickeln, jedoch wird der Aufwand oft unterschätzt. Durch die ständigen Gesetzesänderungen, ist es zwingend erforderlich sich ständig fort zu bilden.

JP: Aus meiner Sicht unterschätzen viele den Aufwand den ein duales Studium mit sich bringt. Es ist weitaus anstrengender als ein Vollzeitstudium. Neben den Hausarbeiten und das Lernen für die Klausuren muss man auch im Unternehmen seine Aufgaben selbständig erfüllen.

Was sollte/ könnte deiner Meinung nach an der Struktur des Studium/ der Ausbildung geändert werden?

JF: Ein guter Anfang wäre den Aufbau der Ausbildung sowie den zeitlichen Ablauf umzustrukturieren. Es wäre schön am Anfang der Lehrzeit vermehrt Unterricht in der Berufsschule zu haben, damit erst einmal ein kleines Theoriegrundwissen aufgebaut werden kann. Es würde dem Azubi die ersten Monate in der Kanzlei vereinfachen und dem Ausbilder den Einstieg mit dem neuen Azubi erleichtern.

JP: Es sollte mehr Kommunikation zwischen Hochschule und Unternehmen erfolgen. Außerdem würde ich mir eine ausführlichere Behandlung der einzelnen Vertiefungen, in meinem Fall Steuern und Prüfungswesen, wünschen. Eine regelmäßigere Verteilung des fachspezifischen Unterrichts würde ich bevorzugen.

Wie stellst du dir deine berufliche Zukunft vor?

JF: Natürlich möchte ich in meinem Beruf weiter arbeiten und Fortbildungen zum Steuerfachwirt und/oder Bilanzbuchhalter machen. Aber erst einmal heißt es Routine und Erfahrung bei der täglichen Arbeit sammeln.

JP: Ein bisschen Zeit habe ich noch, daher ist es zunächst mein Ziel das Studium erfolgreich abzuschließen. Danach möchte ich weitere Erfahrungen sammeln und mich weiter entwickeln. Mein großer Traum ist es das Steuerberaterexamen abzulegen.

 

Ausbildung zum / zur
Steuerfachangestellten
B.A. BWL MIT FACHRICHTUNG STEUERN UND
PRÜFWESEN
Zugangsvoraussetzung mittlere Reife allg. Hochschulreife /
Fachhochschulreife (oder vergleichbare Abschlüsse/ entspr.
berufl. Qualifikation)
Dauer 2,5 – 3 Jahre 6 Semester
Turnus Theorie & Praxis Wochenturnus 2 Tage Theorie, 3 Tage Praxis
Steffen Kascheike
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